Zum Hauptinhalt springen

Merz instrumentalisiert Angst und bremst währenddessen beim Gewaltschutz seit Jahren

Kathrin Gebel kritisiert Friedrich Merz scharf für seine „Stadtbild“-Aussage und dessen Rechtfertigung mit „Töchtern, die Angst hätten“. Gebel wirft Merz und der Union vor, Gewaltschutz konsequent auszubremsen und Probleme auf Migranten abzuwälzen. „Migrantische Männer als Sündenbock für verkorkste Frauenpolitik zu nutzen, ist gefährlich und entlarvend“, so Gebel. Sie fordert endlich verbindliche Täterarbeit und ausfinanzierte Frauenhäuser.

Friedrich Merz will seine „Stadtbild“-Aussage nicht zurücknehmen und verweist auf „Töchter“, die Angst hätten. Die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Kathrin Gebel, widerspricht scharf:

„Wer Menschen zum ‚Stadtbildproblem‘ erklärt, lenkt von echtem Gewaltschutz ab. Migrantische Männer pauschal zum Problem zu machen, ist Quatsch und gefährlich. Lösungen entstehen durch gute politische Konzepte, nicht durch Sündenbock-Rhetorik. Denn ausgerechnet Friedrich Merz hat Gewaltschutz ausgebremst. Seine Ministerin Karin Prien ignoriert Gewalt gegen Frauen komplett. Wann immer es konkret wird - die Union steht auf der Bremse.“

Gebel weiter: „Merz will plötzlich auf ‘Töchter’ hören? Dann soll er auch zuhören, wenn Töchter von der Selbstbestimmung über den eigenen Körper sprechen. Bei Rechten, Gesundheit und Lebensentwürfen ist das Interesse nämlich regelmäßig weg. Die größte Gefahr für Frauen entsteht im eigenen Umfeld, oft in Beziehungen, nicht durch Unbekannte ‘auf der Straße’. Wer Angst instrumentalisiert, verweigert Schutz. Es braucht endlich verbindliche Täterarbeit und ausfinanzierte Frauenhäuser.“

Zurück zum Kopf der Seite