Sichere Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen am Uniklinikum Essen
Kathrin Gebel, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag und stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss, kritisiert die unzureichende Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen am Essener Universitätsklinikum scharf und fordert vom Universitätsklinikum Essen eine verlässliche Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen:
„Es ist ein gesundheitspolitischer Skandal, dass in der zehntgrößten Stadt Deutschlands, an einer der führenden Universitätskliniken des Ruhrgebiets, Schwangerschaftsabbrüche de facto verweigert werden. Eine staatlich getragene Universitätsklinik darf medizinische Versorgung nicht von der persönlichen Haltung eines Klinikdirektors abhängig machen. Eine öffentliche Klinik hat die Verantwortung, Versorgung zu organisieren. Gerade ein Maximalversorger wie das Uniklinikum Essen darf ungewollt Schwangere nicht einfach wegschicken.“
Gebel weiter:
„Wenn Patientinnen in Essen keine sichere und wohnortnahe Versorgung bekommen, ist das ein politisches und institutionelles Versagen. Schwangerschaftsabbrüche sind Teil der medizinischen Versorgung. Wer sie an öffentlichen Kliniken faktisch blockiert, nimmt in Kauf, dass Betroffene zusätzliche Wege, zusätzliche Belastung und zusätzliche Unsicherheit tragen müssen.“
Abschließend betont Gebel:
„Diese patriarchale Blockadepolitik gefährdet die Gesundheit von Frauen. Während unsere Nachbarländer längst im 21. Jahrhundert angekommen sind, klammert sich Deutschland immer noch an das Kriminalisierungsdogma des Paragrafen 218. Der Zugang zu einem sicheren, kostenfreien und unkomplizierten Schwangerschaftsabbruch ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht.“
