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Klare Vorrangregel "Schutz vor Umgang" und vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention

Nach "ZDF Magazin Royale": MdB Kathrin Gebel fordert klare Vorrangregel "Schutz vor Umgang" und vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention

Nach „ZDF Magazin Royale“: MdB Kathrin Gebel fordert klare Vorrangregel „Schutz vor Umgang“ und vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention

Berlin, 8. September 2025.

Anlässlich der aktuellen ZDF-Magazin-Royale-Sendung zu häuslicher Gewalt und familiengerichtlicher Praxis bekräftigt Kathrin Gebel, MdB (Die Linke), Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, ihre Forderungen:

„Häusliche Gewalt endet nicht mit der Trennung, sie verlagert sich an die Haustür, bei Übergaben oder Nachrichten. Viele Mütter erleben weiter Kontrolle, Drohungen und Druck sowohl vom Expartner als auch von der Justiz. Kinder werden instrumentalisiert und als Spielball benutzt, um Gewalt auszuüben, und Gerichte sowie Jugendämter machen mit. Die Sendung vom ‚ZDF-Magazin Royal‘ vom Freitag hat erneut gezeigt, wo Praxis und Anspruch auseinanderfallen. Deshalb brauchen wir jetzt: die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention. Gerichte müssen Gewalt systematisch prüfen, Risikoanalysen voranstellen und Schutzauflagen konsequent durchsetzen. Das schützt Kinder und ihre Mütter. Auch braucht es flächendeckende, kostenfreie und barrierefreie Schutz- und Beratungsangebote sowie verpflichtende Täterarbeit als Voraussetzung für den Umgang mit dem Kind einbringen. Im Familienrecht muss klar geregelt sein: Gewaltschutz hat Vorrang vor Umgang – mit verpflichtenden Risikoanalysen und Fortbildungen für Justiz und Verfahrensbeteiligte. Gerichte dürfen sich an der Gewalt nicht beteiligen, denn Nachtrennungsgewalt ist real.“

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